The Right Place
Tagebuch eines Korsett-Trägers
Ein neuer Kunde von uns stellt hier seine Erfahrungen mit seinem ersten
Korsett zusammen. Wir übernehmen alles so wie wir es bekommen ohne es
zu zensieren!
Es muß also nicht unserer Meinung etsprechen.
Aber wir denken, dass die Erfahrungen für jeden Korsettneuling interessant sind.
Der Schreiber ist ein Mann und berichtet alles so wie er es sieht.
Montag 21.6.
Ich arbeite wieder, und nun ziehe ich das Korsett wieder erst im Buero an. Es waere vielleicht besser, das noch vor dem Fruehstueck zu machen, aber es ist zuwenig Zeit.
Ich habe ja mittlerweile schon etwas Uebung, und so komme ich leicht auf ca. 73 cm, die ich spaeter, vor dem Essen, auf 72 cm reduzieren kann. Das Gefuehl ist wirklich sehr gut, durchaus atemberaubend.
Ich habe vergessen, das alte Korsett aus der Tuete zu tun, und so ziehe ich es nun auch noch drueber. Diese Kombination ist wie ein Panzer, sehr fest und steif. Nun gibt es auch nicht mehr diese Sensibilitaet bei einer aeusseren Beruehrung weil zwischen den Korsetts durch die Staebe immer etwas Luft bleibt und die vielen Stofflagen doch stark abschirmen. Unter der ausseren Blanchette bleibt Luft, das alte Korsett liegt nicht ueberall auf.
Zieht man zwei Korsett uebereinander, so gibt es ein weiteres Problem mit den beiden Schnuerungen. Die Schnuere des unteren Korsett haengen ja unter dem oberen heraus und befinden sind damit zwanglaeufig innerhalb der Unterhose, sodass sie sich leicht in die Pospalte verirren koennen. Man muss deshalb unbedingt die Schnuere irgendwie verstauen. In meinem Fall waren sie lang genug, sodass ich sie um die Taille schlingen und vor dem Bauch mit einer leichten Schleife am herunterrutschen hindern konnte.
Ich gehe nun mit dem Doppelkorsett in die Kantine. Dort gibt es eine besonders grosse Portion. Nun bekomme ich doch Schwierigkeiten in dem engen und sehr steifen Korsett. Ich esse langsam, schaffe aber die Portion nicht. Es zeigt sich auch, dass so zwei Korsetts unheimlich warm sind, und das warme Essen treibt mir den Schweiss aus den Poren. Ich bin dann froh, als ich wieder im Buero bin.
Als ich mir die Sache mit den zwei Korsetts genauer ansehe bemerke ich, dass das aeussere Korsett, obwohl weit genug, die Seiten weiter einschnuert. Der Federstahl der Blanchette zieht diese gerade, der Druck geht dann in die Seiten. Ausserdem liegen an manchen Stellen die Staebe aufeinander, sodass die inneren Staebe nach innen gedrueckt werden. Ich bemerke daher diverse Druckstellen. Liegen die Staebe versetzt, dann ist es gut. Ich ziehe das aeussere Korset dann wieder aus.
Das neue Korsett muss ich gegen 15 Uhr ausziehen, da ich um 17 Uhr zum Arzt muss, und da will ich ohne Druckmale erscheinen.
Dienstag 22.6.
Ich schnuere wieder im Buero, es geht immer besser. Bald habe ich nur noch einen geringen Spalt im Ruecken. Ich messe wieder, wieder knapp 73 cm.
Wie zu erwarten erscheint mir das nach etwa zwei Stunden relativ locker ( relativ! ), und ich schnuere nun soweit ich kann. Das Korsett ist nun soweit geschlossen, dass ich nur noch mit Muehe unter die Schnur fassen kann. Mein Finger passt kaum noch in die Spalte. Schliesslich nehme ich einen duennen runden Gegenstand zuhilfe um den letzten Rest Schnur herauszuziehen. Als ich dann messe bin ich bei sagenhaften 71.5 cm angekommen. Und das bei einem neuen Korsett, das auf Vorrat bemessen war. Das Korsett ist nun wirklich phantastisch fest und eng und trotzdem angenehm. Ich denke, ich werde mich an dieses Feeling gewoehnen.
In der Kantine bekomme ich die Portion einigermassen herunter. Das zeigt mir, dass das nun erst mal eng genug ist.
Im Laufe des Nachmittags spuere ich vorne an den Rippen auf jeder Seite eine Druckstelle. Es geht aber, ich halte durch bis zum Abend.
Als ich dann das Korsett ausziehe bemerke ich, dass ich es nicht genau zentriert hatte. Dann sind die Druckstellen kein Wunder, Staebe verlaufen an der falschen Stelle, naemlich genau ueber die Rippen. Offenbar ist bei diesem Korsett die Mitte, bei der also die Schnuerung genau auf der Wirbelsaeule liegt, nicht wie beim alten an der vorderen Stoffkante, sondern mehr auf den Haken. Ich muss da genauer aufpassen beim Anziehen.
Mittwoch 23.6.
Eigentlich wollte ich kein Korsett anziehen, ich muss eine Besuchergruppe begruessen und mittags ist eine der geliebten Sitzungen. Ich entschliesse mich aber dann doch.
Als ich wieder in zwei Stufen ganz eng geschnuert habe sitzt das Korsett wieder wie wirklich angegossen, zumal ich diesmal die Sache mit der Mitte genau beachtet habe.
Als ich meine Besucher begruesst habe spuere ich aber einen neuen, eigenartigen Schmerz am rechten Oberschenkel. Ich sehe nach und stelle fest, dass dort die Haut irgendwie taub und gefuehllos ist. Habe ich etwa mit dem Korsett einen Nerv abgeklemmt ?
Ich bemerke dann, dass dieses Gefuehl bzw. der Schmerz abhaengig ist von der Haltung, von Stehen oder Sitzen. In der Hoffnung, das keine bleibenden Schaeden entstehen lockere ich das nicht. Ausserdem sitzt das Korsett heute doch so prima....
Als ich es ausziehe stelle ich fest, dass ich genau unter dem Rand des Korsetts zwei kleine Falten im Unterhemd hatte. Die haben moeglicherweise einen Nerv gedrueckt. Dieses neue Korsett reicht auch an den Seiten etwas, nur ein oder zwei Zenitmeter, tiefer als das alte. Es bedeckt damit ein wenig einen Muskel, der beim Gehen angespannt wird. Der Rand des Korsetts ist aber ziemlich fest, und da kann man leicht etwas druecken. Es bleiben auch ziemlich hartnaeckige Druckstreifen. Vielleicht hat das ganze auch mit der Operation zu tun, die ich vor einigen Jahren dort in der Naehe hatte. Da wurden zwangslaeufig Hautnerven durchtrennt, und vielleicht war dort schon vorher etwas nicht ganz normal, ohne dass ich es bemerkt habe. Ich muss das jedenfalls genau beobachten.
Freitag 25.6.
Am Vortag aus verschiedenen Gruenden kein Korsett getragen.
Das Gefuehl am rechten Oberschenkel hat sich weitgehend normalisiert, aber nicht voellig.
Ich ziehe wieder am Morgen im Buero gleich das Korsett an, achte sorgfaeltig auf die Mitte und auf Falten am Rand. Im Laufe des Vormittags spuere ich wieder etwas am rechten Oberschenkel. Im auf erster Stufe geschnuerten Korsett ueberstehe ich problemlos eine zweistuendiges Meeting mit einer Dame aus der Vorstandsetage. Danach ziehe ich nochmal an der Schnur, und das Korsett sitzt wieder ganz vorzueglich.
Leider ist die Sache am Oberschenkel nicht ideal, und am spaeten Nachmittag spuere ich auch wieder meine Rippen. Vielleicht ist das Korsett fuer so eine lange Zeit doch mit 72 cm etwas zu eng, ich solle es bei 73 cm lassen. Ich werde das so bald wie moeglich testen.
Am Abend muss ich noch etwas einkaufen im Supermarkt, bevor ich nach hause fahre. Ich beschliesse, das im Korsett zu machen, einfach um auch das Autofahren zu testen.
Es geht einigermassen, besser als im alten Korsett. Ich kann mich ja gegen die Staebe etwas biegen, und das hilfst sehr. Die Staebe und die Blanchette druecken zwar in den Bauch, aber nicht so in die Brust wie beim alten Korsett. Eine laengere Strecke koennte ich aber so nicht fahren.
Ich bin mir nicht sicher, ob meine Frau bemerkt hat, dass ich im Korsett nachhause gekommen bin. Ich habe es dann gleich ausgezogen.
Der Nervenschmerz am Oberschenkel bleibt trotzdem noch einige Zeit erhalten, offenbar ist dieser Nerv gereizt und muss sich erst wieder beruhigen. Ich spuere dort sogar etwas beim Niessen. Der Nerv reagiert also sehr empfindlich auf jeden Reiz. Hoffentlich bekomme ich das in den Griff.
Montag 28.6.
Ich erwarte, dass es warm wird, und gehe daher ohne Pullover und auch ohne Korsett. Es erfuellt sich nicht, es ist kuehl. Kuenstlerpech.
Der Nerv am Oberschenkel hat sich weitgehend beruhigt, aber nicht vollstaendig. Die Stelle fuehlt sich anders an als links.
Dienstag 29.6.
Heute ist nochmal Pullover/Korsett-Wetter. Ich schnuere also wieder im Buero. Irgendwie ist mein Bauch etwas dicker, ich komme auf 74 cm.
Nach etwa zwei Stunden meldet sich mein Oberschenkel, die Schmerzen werden unangenehm. Ich kann aber etwas verbessern indem ich mit der Hand unter den Rand fahre und das Korsett etwas nach oben ziehe. Das muss ich mehrfach machen, dann geht es. Aber das ist wahrscheinlich keine Loesung des Problems.
Vor dem Essen schnuere ich nochmal etwas nach, vor allem oben herum, unten weniger wegen des Oberschenkels.
Ich gehe dann essen, und alles ist noch ziemlich normal. Aber danach beginnen ploetzlich am Oberschenkel starke Schmerzen, als ob mich viele Nadeln stechen. Ich sehe keine andere Moeglichkeit, als das Korsett schnellstens auszuziehen, leider. Offenbar spielt der Nerv regelrecht verrueckt. Ich fuehle auch, dass an dieser Stelle die Temperatur der Haut hoeher ist als sonst. Das deutet auf Reizung, Entzuendung oder dergl. hin.
Es dauert danach noch etwa eine halbe Stunde bis sich das wieder beruhigt hat. Ich muss wohl leider eine laenger Pause einlegen. Das wird aber sowieso unvermeidlich sein wenn es jetzt warm wird und ich keine Weste mehr tragen kann. Im August bekommen wir Besuch aus der Heimat meiner Frau, da geht dann auch nichts. Im September wird sie fuer zwei Wochen selbst in die Heimat fahren. Ich wollte dann ausgiebig das Korsett tragen. Hoffentlich macht mir dieser Nerv keinen Strich durch die Rechnung.
Donnerstag 15.7.
Eigentlich wollte ich diesen Teil des Tagebuchs schon vorige Woche abschicken, aber es kam immer etwas dazwischen.
Nun habe ich schon mehr als zwei Wochen das Korsett nicht getragen. Ich beobachte sorgfaeltig diese Stelle am Oberschenkel. Wenn es ueberhaupt einen Fortschritt gibt, dann nur einen sehr langsamen. Immer noch gibt es eine etwa handtellergrosse Stelle, die sehr empfindlich ist. Manchmal habe ich den Eindruck, dass sie langsam kleiner wird, aber das kann auch taeuschen.
Diese Stelle fuehlt sich ein wenig an wie die Haut bei einem Sonnenbrand. Da ist ja auch alles sehr empfindlich und uebersensibel. Auch wenn ich auf dieser Seite liege spuere ich manchmal diese nadelstich-artigen Schmerzen.
Neben und um diese Stelle ist die Haut etwas weniger sensibel als normal.
Nachwievor gibt es keine sichtbaren Anzeichen fuer die ganze Sache. Ich kann nur etwas feststellen durch Beruehrung. Manchmal meine ich, dass die Oberflaeche der Haut dort etwas anders ist als sonst, aber das kann taeuschen. Auf dem anderen Oberschenkel gibt es aehnliche geringe Variationen der Struktur.
Nun koennte ich zwar damit leben, dass ich eine etwas gefuehllose Stelle am Oberschenkel habe. Auch eine etwas empfindliche Stelle waere tragbar. Ich befuehrchte aber, dass sich diese Schmerzen wieder einstellen wenn ich das Korsett anziehe. Das waere hoechst bedauerlich, denn dann koennte ich kein Korsett mehr tragen, jedenfalls nicht mehr dieses ansonsten ganz vorzuegliche Masskorsett.
Vorerst kann ich nur abwarten. Zur Zeit ist sowieso keine Korsett-Zeit, es ist zu warm, vor allem fuer den unbedingt als Tarnung erforderlichen Pullover. Dann werden wir Besuch haben, ich habe also sowieso eine recht lange Zwangspause. Danach werde ich wieder probieren.
Falls die Schmerzen dann wiederkommen besteht nur die Moeglichkeit, das Korsett abzuaendern, eine andere Kante anzunaehen oder dergleichen. Ich kann nur hoffen das es eine Loesung gibt, ich wuerde sehr ungern auf dieses Gefuehl beim Tragen eines engen, gut passenden Korsetts verzichten.
Dienstag 7.9.99
Seit einger Zeit vermisse ich schon das Gefuehl eines engen Korsetts. Ich fiebere ein wenig dem Zeitpunkt engegen, wo ich wieder schnueren kann. Dieser Zeitpunkt ist nun endlich gekommen.
Heute morgen haben ich unseren Besuch am Flughafen abgeliefert. Ich fahre nach hause, und da es nicht so sehr heiss ist und meine Frau fuer einige Stunden ausser Haus ist hole ich zum ersten Mal seit langem wieder das Korsett hervor. Ich habe sehr frueh gefruehstueckt und deshalb einigen Hunger. Das heisst aber auch, es ist nichts im Bauch, da sind die Chancen fuer ein angenehmes Schnueren viel besser.
Wow, ist das ein Gefuehl! Ein wirklich erregendes Gefuehl! Ich habe ein wenig zugenommen, leider. Wenn man mit dem Besuch oft zweimal am Tag ins Restaurant geht, dann bleibt das nicht aus. Ich muss das Korsett ganz oeffnen, und auch dann habe ich Muehe, die Haken zu schliessen. Aber es geht, und als ich dann zum erstem mal wieder die Schnuere ziehe raubt es mir schon den Atem. Aber das war zu erwarten. Als ich dann eingermassen eng bin spuere ich wieder diesen unnachahmlichen Griff des Masskorsetts. Es passt einfach. Beim ersten Versuch schaffe ich ca. 76 cm, das ist fuer den Anfang nicht so schlecht.
Ich mache dann einiges in der Wohnung, und nach einer halben Stunde muss ich sowieso auf die Toilette. Ich nutze die Gelegenheit zum nachschnueren, und es geht noch ein Zentimeter. Das Gefuehl wird immer besser. Spaeter ziehe ich nochmal ein wenig und bin dann bei ca. 75 cm. Die Packung ist nun ziemlich fest und angenehm, wenn auch ungewohnt.
Ich gewoehne mich recht schnell an die veraenderte Atmung, und ich kann auch alles machen was gerade ansteht. Es ist immer wieder erstaunlich, dass ich in diesem engeren Korsett beweglicher bin als in dem ersten von der Stange. Als meine Frau nachhause kommt bemerkt sie gleich, dass ich im Korsett bin. Sie meint, ich stehe wie ein Schwuler. In der Tat habe ich eine andere Haltung, ich muss darauf achten. Das Korsett hindert mich, wie ueblich mit einem eher hohlen Kreuz zu stehen.
Beim Mittagessen ist es jetzt schon schwierig, die Portion hinunterzubekommen. Ich muss langsam essen, dann geht es. Aber das ist ja sowieso viel gesuender. Ich erinnere mich an Fernsehberichte ueber Operationen zur Verkleinerung des Magens bei sehr dicken Leuten. Ein Korsett erfuellt den gleichen Zweck.
Ich lasse das Korsett an, helfe meiner Frau hier und da, und nach einiger Zeit stellt sich der schon bekannte Gewoehnungseffekt ein. Es bringt wirklich nichts, ein Korsett nur fuer ein oder zwei Stunden anzuziehen. Am Abend wollen wir noch in die Stadt gehen, und da ich keinen Tarn-Weste tragen kann, es ist zu warm, muss ich das Korsett vorher ausziehen. Es ist erst auch mal genug. Vorher schnuere ich aber nochmal nach, und komme dann auf knapp 74 cm. Das ist nun aber auch sehr fest.
Mittwoch 8.9.99
Ich muss nun wieder arbeiten. Ich schnuere deshalb wieder im Buero, wie schon im Fruehjahr. Als ich eine angenehme Enge erreicht habe sind das etwa 75 cm, vielleicht etwas weniger. Nach einiger Zeit fuehle ich mich wieder wie selbstverstaendlich im Korsett, obwohl es relativ warm ist. Aber ich schwitze eher vom Tarn-Pullover.
Ich achte jetzt immer sorgfaeltig auf den genauen Sitz des Korsetts, damit ich an den Rippen keine Probleme bekomme. Ich muss den Brustkorb etwas herausheben, dann geht es besser. So wird die Haltung auch aufrechter. Vor dem Mittagessen schnuere ich nochmal nach, und als es dann nicht mehr weiter geht messe ich nur noch ganze 73 cm. Das ist enorm, trotz dem 1-1.5kg was ich mehr habe. Das ist nun aber auch wieder sehr eng, ich kann z.B. nicht mehr nach vorn beugen. Sowieso kann ich meine Taille ohne Spiegel nicht sehen, der Brustkorb verdeckt die Sicht. Ohne Korsett sehe ich meinen Bauch sehr wohl.
Sehr sorgfaeltig beobachte ich ich die Effekte an meinem rechten Oberschenkel. Bisher ( Toi, Toi Toi ) ist alles in Ordnung. Im Laufe der korsettlosen Zeit sind die Nadelstich-Schmerzen weitegehend verschwunden, aber nicht ganz. Vor allem, wenn ich nacht auf dieser Seite lag habe ich manchmal etwas gespuehrt. Es gibt dort einen gut handgrossen Bereich der sich anders anfuehlt als links. Nun, im engen Korsett, ist dieser Bereich auf beiden Seiten etwas taub, rechts aber mehr als links.
Der Rand es Korsetts ist aus einem elastischen Material gemacht, eine Art Gummi-Stoff. Der schneidet dort etwas in die Haut, und ich hatte gestern abend nach 3 Stunden ohne Korsett dort noch einen leichten roten Streifen. Das gefaellt mir nicht. Ich versuche das Material etwas zu dehnen, aber das klappt fast nicht. Ich werde weiter beobachten.
Als ich zum Essen gehe muss ich feststellen, dass es heute draussen ziemlich warm ist. Ich schwitze in meinem Pullover, kann aber im Moment nichts machen. Das Essen geht, aber ich bin an die ganze Sache nicht mehr gewohnt. Vor allem muss jetzt viel frueher aufstossen, es ist ja kaum noch Platz fuer Luft im Magen.
Am nachmittag wird es auch im Buero immer waermer, irgendwann gegen halb vier bekomme ich Schweissperlen auf der Stirn. Ich lasse schliesslich etwas Schnur nach, vielleicht auf 75 cm, dann geht es wieder besser. Man sollte sich dessen nicht scheuen, auch wenn es wohl zunaechst irgendwie ehrenruehrig ist. Es zeigt sich mal wieder, dass man die Sache mit dem Korsett nicht uebertreiben darf.
Ich muss dann eine Kleinigkeit nicht weit von der Firma erledigen, ich fahre dorthin sogar ohne Tarn-Pullover, denn es ist sehr warm. Autofahren geht einigermassen, und da ich dort nur etwas abgeben muss, was schnell geht, kann ich auch auf Tarnung verzichten. Niemand achtet auf irgendwelche Helligkeitsaenderungen unterm Hemd. Laengere Gespraeche mit Kollegen wuerde ich nicht riskieren.
Ich habe es doch riskiert, sogar mit einem Vorgesetzten! Es gab keine Probleme, ich habe allerdings die Arme ueber der Brust verschraenkt, sodass man die Kante nicht bemerken kann.
Donnerstag 9.9.99
Heute soll es ja sehr warm werden, ich trage ein Hemd mit kurzen Aermeln und natuerlich keinen Pullover bzw. Weste. Korsett oder nicht Korsett, das ist jetzt die Frage. Ich habe aber noch eine Idee: Ich schnuere das Korsett, wieder auf etwa 75 cm, und ziehe darueber ein zweites Unterhemd, rein zur Tarnung. Das erweisst sich als sehr gut. Es gibt keinerlei Helligkeitsunterschiede mehr. Ich muss allerdings darauf achten, dass die beiden Unterhemden am Hals uebereinanderliegen, sonst erkennt man die beiden Ausschnitte. Ausserdem muss natuerlich das Hemd ganz locker fallen und darf sich keinesfalls ueber die Kante des Korsetts spannen. Dann kann man wirklich nichts mehr bemerken, oder nur wenn man ausdruecklich danach sucht. Und wer tut das schon ?
Damit habe ich nun einen Weg gefunden, auch ohne Pullover das Korsett zu tragen. Das eroeffnet eine Menge Moeglichkeiten.
Ich fuehle mich gut im Korsett, mache alles wie sonst auch. In meinem Buero ist es nicht zu warm sodass ich auch nicht schwitze. Vor dem Essen schnuere ich nochmal nach, auf etwa 73 cm, das ist nun allerdings wieder ganz schoen eng. Damit gehe ich auch zum Essen, und die sehr warme Kantine treibt schon etwas den Schweiss. Aber ich ueberlebe und habe heute auch keine Probleme mit dem Essen, ich muss nur schoen langsam machen.
Das Korsett beginnt am Nachmittag so richtig auf der Haut festzubacken. Ich weiss noch nicht, ob ich das bis zum Abend ertragen kann. Da ich dies mit einem Tag Verspaetung aufschreibe kann ich mich nicht mehr erinnern ob ich nachlassen musste oder nicht.
Freitag 10.9.99
Heute probiere ich mal wieder, das Korsett noch vor dem Fruehstueck anzuziehen. Das geht wirklich am besten, ich erreiche ohne grosse Schwierigkeit gleich 74 cm.
Damit fahre ich dann auch in die Arbeit, und es geht alles sehr gut. Ich habe am Vormittag noch eine Sitzung, und da man unter dem Tarnunterhemd nichts erkennen kann gehe ich Korsett dorthin. Als mir ein Kollege dort zur Begruessung auf die Schulter klopft erschrecke ich allerdings erheblich. Er bemerkt allerdings nichts, und an der Schulter ist ja auch nichts zu spueren.
Vor dem Essen schnuere ich wieder nach, auf ca. 73 cm. Vielleicht ist das etwas zu eng, vor allem bei der Hitze. Ich esse nun doch mit etwas Muehe. Als ich zum Essen gehe bemerke ich eine weitere moegliche Gefahr. An diesem Tag weht hier ein ziemlicher Wind. Ich muss aufpassen, wenn ich gegen den Wind gehe. Er drueckt das Hemd an den Koerper, und man koennte bemerken dass da kein Bauch ist! Niemand beachtet mich allerdings, und so ist das kein Problem.
Am Nachmittag verbindet sich das Korsett immer mehr mit dem Koerper. Wenn es frisch geschnuert ist, dann empfinde ich es noch sozusagen als externes Objekt, wie vielleicht die Armbanduhr.
Spaeter erscheint das Korsett dann wie mit dem Skelett verwachsen, ich kann es um keinen Millimeter mehr bewegen. Es ist auch sehr warm, und das erweisst sich etwas als Problem. Ich spuere, dass der Kreislauf doch ganz schoen belastet wird. Irgendwann, vielleicht gegen 16 Uhr, lasse ich dann die Schnur ein wenig nach. Die Taille wird nur um ein paar Millimeter weiter, aber dann geht es doch viel besser. Durch den Druck beginnt die Haut wie zu brennen, das wird dann unangenehm.
Spaeter muss ich noch einkaufen, da ziehe ich dann das Korsett lieber aus.
Samstag 11.9.99
Kein Korsett, Einkaufen in der sehr heissen Stadt usw.
Sonntag 12.9.99
Heute reist meine Frau mal wieder fuer 12 Tage in die Heimat. Ich bringe sie am morgen weg, und als ich gegen 11 Uhr nach hause komme ziehe ich gleich das Korsett an. Jetzt ist es aber eigentlich schon zu spaet, ich habe einige Muehe. Nach etwa einer Stunde schnuere ich dann nochmal nach und es sitzt nun gut.
Ich bin ziemlich muede, ich musste sehr frueh aufstehen, und deshalb lege ich mich, im Korsett, ein wenig aufs Bett. Dabei gibt es nichts unangenehmes, der Druck des Korsetts verteilt sich so gleichmaessig dass ich wie in einem genau angepassten Bett liege. Ich muss allerdings unter die Taille ein Kissen legen, sonst haenge ich dort sozusagen durch. Ich bin mir nicht sicher ob ich nicht sogar ein wenig geschlafen habe.
Es ist ja sehr warm, aber durch trickreiches Lueften kann ich das innere das Hauses einigermassen kuehl halten. Dann geht es auch im Korsett. Ich mache ein wenig Hausarbeit, dies und das gibt es aufzuraeumen, ich muss etwas zum Mittag kochen usw. Das geht alles ohne Schwierigkeiten, die unvermeidliche Gewoehnung hilft doch sehr.
Gegen Abend meine ich, dass ich nochmal nachschnueren sollte. Das war aber ein Fehler, und spaeter muss ich es ausziehen weil ich den Druck nicht mehr aushalten kann. Die Haut faengt dann irgendwie an zu brennen, und das ist ziemlich unangenehm.
Da ich ja nun allein im Haus bin kann ich auch im Korsett schlafen. Vor dem zubettgehen ziehe ich deshalb das alte Korsett an, das ich als erstes gekauft habe. Es ist nicht so eng und so steif wie das Masskorsett und deshalb fuer die Nacht gerade richtig.
Dieses erste Korsett, mit dem ich damals so sehr regelrecht gekaempft habe, es erscheint mir nun ziemlich weich und mehr wie ein etwas breiterer Stoffguertel oder ein dickes warmes Tuch. Ich empfinde es einfach als etwas warmes um den Bauch, aber nicht mehr als Stuetze und Formung. Jetzt in der Nacht soll es ja auch nur verhindern, dass der muehsam an die Schnuerung gewoehnte Bauch nicht wieder herauskommt.
In diesem weicheren Korsett kann ich auch ohne Taillenunterbau gut liegen. Es ist kein Problem im Korsett einzuschlafen, vor allem wenn man sehr muede ist. Ich werde aber gegen 4 Uhr wach und kann nicht mehr einschlafen. Gegen Morgen, wenn der Schlaf leichter wird, da stoert das Korsett dann doch. Ich ziehe es also aus.
Montag 13.9.99
Nun kann ich schon vor dem Fruehstueck schnueren ohne dass ich mich rechtfertigen muesste. Das geht wirklich viel besser als spaeter, wo die Organe schon etwas nach unten gewandert sind. Es geht auch eingermassen mit dem Autofahren da ja dieses engere Korsett nicht so in die Brust drueckt wie das andere.
In der Arbeit ist auch alles wie ueblich. Am Nachmittag habe ich leider wieder mal eine der geliebten Sitzungen, und da es dort ziemlich warm sein wird ziehe ich das Korsett vorher aus.
Vor dem Schlafengehen ziehe ich dann wieder das Nachtkorsett an, locker geschnuert wie immer, und ich kann nun schlafen bis fast 5 Uhr. Auch hier entsteht offenbar eine Gewoehnung.
Dienstag 14.9.99
Ich schnuere wieder vor dem Fruehstueck, auf vielleicht 74 cm. Da es wieder sehr warm wird versuche ich nicht, weiter zu schnueren. Im laufe des Tages habe ich den Eindruck, dass der Rueckenspalt in der Taille etwas weiter wird, waehrend sich das Korsett ueber die Brust verengt. Das ist nur bedingt angenehm, aber wohl nicht zu aendern.
Da ich sonst nichts weiter vorhabe bleibe ich im Korsett, fahre darin nach Hause und trage es bis zum Schlafengehen. Damit bin ich zum ersten Mal wirklich den ganzen Tag, ca. 16 Stunden ununterbrochen, in diesem Masskorsett. Am Nachmittag stellt sich wie erwartet dieser Effekt der Verschmelzung mit dem Koerper ein. Immer wieder fasse ich mir am Abend an den Leib um dieses feste, harte Etwas zu spueren, dass da an mir ist. Es ist ja sehr heiss, aber der Druck des Korsett uebertoehnt sozusagen das unangenehme Schwitz-Gefuehl. In zu warmer Umgebung merke ich allerdings, dass mir unwohl wird. Der Kreislauf bekommt dann offenbar einige Probleme. Ich denke auch an die adeligen Damen, die frueher ja auch bei jeder Temperatur Korsetts und diese sehr dicken Prachtkleider getragen haben. Wenn dann noch Gartenfest im Sommer angesagt war, dann war das wohl kein so grosses Vergnuegen.
Als ich dann schliesslich das Korsett wieder ausziehe empfinde ich das Fehlen fuer einige Minuten als unangenehm. Die Haut kribbelt so seltsam, der Bauch hat keinen Halt mehr usw. Nach so langer Zeit dehnt er sich aber nur schwer wieder aus, und ich atme auch automatisch weiter wie im Korsett. Ich stelle fest, dass sich alle Naehte und sonstigen Unebenheiten des Korsetts als rote Streifen auf der Haut abzeichenen. Insbesondere der Rand des Korsetts hinterlaesst an den Oberschenkeln einen roten, leicht geschwollenen Streifen. Dieser ist auch am naechsten Morgen noch nicht ganz verschwunden.
Insgesammt habe ich diese lange Periode aber ganz gut ueberstanden, und ich will das fortsetzen solange es geht. Es kann durch die Gewoehnung eigentlich nur besser werden.
Ich verspuere auch immer mal wieder ein wenig dieses Stechen, weshalb ich damals das Korsett so schnell ausziehen musste. Es bleibt aber immer gering, sodass ich keine Massnahmen ergreifen muss. Am rechten Oberschenkel ist weiter so eine sich seltsam anfuehlende Stelle, wo offenbar ein Nerv gelitten hat.
Nachdem ich nun dieses Korsett eine Woche fast dauernd trage bemerke ich nun, dass es weniger hart wird. Es findet offenbar eine Anpassung an meinen Koerper statt, die Druckstellen werden weniger. Diese zeigten sich am Anfang in der Taille, wo der Hueftspeck zu viel ist, und an einigen anderen Stellen. Leider gibt es auch eine kleine Druckstelle an der linken Rippe, die bei gewissen Bewegungen etwas unangenehm ist.
Ich denke nun, dass man so ein Masskorsett nicht nur nach den Koerperumfaengen an den verschiedenen Stellen anfertigen muss, sondern die Asymmetrie muss ebenfalls beruecksichtigt werden. Viele Menschen sind nicht symmetrisch in ihrem Koerperbau, der Brustkorb ist links etwas anders wie rechts, und da muss ein symmetrisches Korsett zu solchen etwas unangenehmen Effekten fuehren.
Da es mir ohne Korsett regelrecht unangenehm ist schnuere ich das Nachtkorsett etwas fester, auf ca. 79 cm, und ich schlafe auch gut ein darin. Nun werde ich erst gegen 6:30 wach und muss es ausziehen. Mir fehlt sonst eine Stunde Schlaf, und das verfolgt mich den ganzen Tag.
Mittwoch, 15.9.99
Heute gehe ich, natuerlich im Korsett, zum Friseur. Das ist zunaechst voellig unkritisch, aber ich sitze natuerlich sehr aufrecht in diesem Stuhl. Leider ist die Friseuse etwas klein, sie bittet mich daher mich etwas kleiner zu machen. Ich komme diesem Wunsch mit etwas Widerwillen nach, sie bemerkt das und fragt, ob ich es Kreuz habe... Ich bejahe dies und rutsche in dem Sessel so weit nach unten wie es im Korsett geht. Sachen gibt es..... Weiter gibt es zunaechst nichts besonderes. Ich leide doch eingermassen unter der Hitze und ich bn froh, als draussen Wolken aufkommen.
Gegen Abend erweisst sich das am Morgen auf ca. 74 cm geschnuerte Korsett als recht eng, ich bekomme Druckschmerzen an den Rippen und im Kreuz. Schliesslich spiele ich mit dem Gedanken, ein wenig nachzulassen. Ich kann es aber dan doch aushalten. Ich bemerke, dass es besser geht wenn ich mich bewege, herumlaufe, Hausarbeit mache usw, als wenn ich nur sitze, Zeitung lese und fernsehe.
Vorm Schlafengehen schnuere ich wieder das Nachtkorsett. Ich muss es nun schon ein bischen strammziehen, sonst erscheint es mir nach dem Tag im engen Korsett wie nicht vorhanden. Als mir das Feeling zusagt bin ich bei 79 cm. Ich schlafe auch eingermassen gut und werde, mit einer Unterbrechung, erst ca. 20 Minuten vor der Weckzeit wach.
Donnerstag 16.9.99
Nachdem ich in der Nacht schon geschnuert war kann ich nun sogar auf etwas unter 74cm kommen. Es ist zum Glueck nicht mehr so heiss, und ich fuehle mich heute viel besser. Auch das Autofahren faellt leichter.
Ich habe ein kleines Stueck Schaumstoff gefunden, ca. 8*10*1 cm, das habe ich am Morgen ueber der linken unteren Rippe ins Korsett gelegt. Das bringt eine wesentliche Erleichterung, der Rippenbogen liegt nicht mehr an dem Stab an. Bei Frauen ist das Ganze wohl viel weniger kritisch, sie haben mehr Fettgewebe ( auch wenn sie schlank sind ). Das macht ja die runderen Formen. Bei so einem fettarmen Mann ist das was anderes ;-) Vielleicht sollte man fuer Maenner gleich solche Polster in die Korsetts einnaehen oder als extra Schaumgummi-Weste fuer unters Korsett anbieten.
Im Buero ist es nun viel kuehler ( dem Thermometer nach zwar nur 2 Grad ), und ich fuehle mich im Korsett heute sehr gut. Ich schwitze nicht, der Kreislauf hat offenbar keine Probleme. Kurz vor dem Mittagessen habe ich den Eindruck, dass ich sogar etwas Luft im Korsett habe und deshalb ent-schliesse ich mich, nochmal nachzuschnueren.
Zu meinem grossen Erstaunen kann ich das Korsett nun in der Taille schliessen, ohne das es uebermaessig eng ist oder gar unangenehm wird. Dabei schliesst sich auch der oeber Teil des Korsett vollstaendig. Unten, ueber den Po mache ich das nicht mit Ruecksicht auf meine Oberschenkel. Es gab mal ein paar Stiche heute morgen.
Am Nachmittag erweisst sich diese Schnuerung doch als eng und sehr fest, aber nicht als schmerzhaft. Ich will sehen, ob ich das bis zum Abend aushalten kann. Im Kreuz ist das Korsett nun fest wie ein Brett, das ist nicht so schlecht.
Ich muss nun aufpassen, dass ich die Hose gerade anziehe. Durch die Schnuerung in der Taille wurde die Huefte wohl etwas breiter, und wenn ich nicht aufpasse haengt der Hosenbund einseitig links/rechts oder gar nach vorn/hinten auf dem Hueft-Kegel. Das will ich aber niemanden zeigen. Gegen Abend bekomme ich nun doch Schmerzen vor allem an den Rippen. Ich kann das mit einger Muehe aushalten bis zum Schlafengehen, aber es ist nicht mehr angenehm. Daraus lerne ich, dass ein zunaechst nur angenehm enges Korsett auf die Dauer zu eng sein kann. Ich werde in Zukunft vorsichtiger sein. Zur Nacht muss ich nun schon wieder etwas enger schnueren sonst fuehle ich mich nicht gestuetzt. Bei ca. 78.5 cm ist es gut. Ich schlafe wieder annehmbar und werde etwa 30 Minuten vor dem Wecken wach.
Freitag 17.9.99
Ich komme am Morgen auf gut 73 cm, es gibt also einen sichtbaren Fortschritt. Leider habe ich etwas Kopfschmerzen. Deshalb ziehe ich es vor nicht nachzuschnueren, obwohl mir das leicht moeglich scheint. Das Korsett sitzt sonst heute gut, nicht zu fest und recht angenehm.
Heute knarrt das Korsett leicht, das ist ungewoehnlich, aber ich denke mir zunaechst nicht weiter dabei. Irgendwann habe ich aber den Eindruck das etwas nicht ganz richtig ist. Ich sehe nochmal genau nach, und tatsaechlich: Der zweitopberste Hacken ist nicht geschlossen! Offenbar habe ich am Morgen in der Eile nicht richtig aufgepasst. Dann fehlt es an Stabilitaet, irgendetwas reibt, und das erzeugt dieses Geraeusch. Es gelingt mir dann sogar, den Hacken ohne aufzuschnueren wieder einzuhaengen. Ich muss fest ausatmen, dann geht es.
Ich ziehe vor dem Schlafengehen zunaechst das Natch-Korsett an und schlafe auch ein. In der Nacht werde ich wach und kann nicht mehr einschlafen. Da ich am Samstagabend sowieso eine Veranstaltung habe die sehr lange dauern kann und wo man trotz aller Tarnung das Korsett bemerken koennte schnuere ich auf und schlafe weiter ohne.
Samstag 18.9.99
Wegen der Veranstaltung und weil ich sowieso mehrfach autofahren muss heute kein Korsett.
Diese Sache geht tatsaechlich bis ca. 3 Uhr in der Nacht. Ich schlafe wieder bei leichter Schnuerung damit ich am Sonntag wieder normal eng gehen kann.
Sonntag 19.9.99
Heute schlafe ich erst mal lange aus. Dann das Korsett angezogen, auf nun schon bequeme ca. 74 cm. Denn Tag ueber mache ich Hausarbeit, koche mir etwas, raeume dies und das auf usw. Das geht alles auch im Korsett ohne Schwierigkeiten, wenn auch zugegebenermassen nicht so schnell weil ich sonst leicht ausser Atem komme. Ich schreibe das mit 2 Tagen Verspaetung, und ich kann mich an nichts Besonderes erinnern.
Das Korsett sitzt so gut dass ich sogar ueberlege ob ich nicht im engen Masskorsett schlafen koennte. Zuerst will ich es einfach anlassen, aber das ist vielleicht fuer die haut nicht so gut, und ich sollte ja auch das Unterhemd mal etwas auslueften. Also ziehe ich doch das Korsett aus, wasche mich und ziehe es mit einem anderen Unterhemd wieder an. Nach so einer langen Tragezeit reagiert die Haut zunaechst mit einigem Kribbeln wenn wieder Luft daran kommt. Die Stellen staerksten Drucks sind auch immer ein bischen geroetet. Aber das gibt sich schnell. Um diese Druckstellen auszugleichen ist es sicher sinnvoll in der Nacht ein anderes Korsett zu tragen, sodass nicht immer an der selben Stelle z.B. eine Naht liegt. Da ich sehr muede bin schlafe ich in dem engen Korsett, mit einem Kissen unter der Taille, auch tatsaechlich ein. Aber nach zwei Stunden werde ich wach und es geht nicht weiter. Also stehe ich auf und wechsle das Korsett. Nun muss ich das Nachtkorsett recht eng machen sonst bemerke ich es gar nicht, mein Bauch ist ja an das viel engere Masskorsett gewoehnt. Nun schlafe ich ohne Schwierigkeiten bis zum Wecken.
Montag 20.9.99
Wie gewohnt schnuere ich morgens vor dem Fruehstueck das Korsett. Ich ziehe und ziehe an der Schnur, nicht einmal besonders fest, und da geht es auf einmal nicht mehr weiter! Das Korsett ist geschlossen! Da mit das nicht so furchtbar eng erscheint lasse ich das und gehe fruehstuecken. Als ich dann mit dem Auto zur Arbeit fahre habe ich doch einige Schwierigkeiten in dem runden Sitz, aber auf der Arbeit geht es wieder. Am Nachmittag beginnen allerdings mehr und mehr die Rippen zu schmerzen. Vor dem Abendessen lasse ich ein klein wenig Schnur heraus, das Korsett wird um wenige Millimeter weiter, und dann geht es problemlos. Es ist immer wieder erstaunlich, wie ganz geringe Veraenderungen das Tragegefuehl entscheidend beeinflussen.
Ich bemerke nun, wie sich durch das Tragen des Korsett meine Figur langsam veraendert. Auch ohne Korsett habe ich nun ein wenig Taille, da wo sonst der Ansatz eines ‚Rettungsringes' war.
Zu meinem Erstaunen habe ich jetzt auch keine Schmerzen mehr am rechten Oberschenkel. Die vom Korsettreand herruehrenden roten Streifen sind nicht mehr so stark wie frueher. Vielleicht wurde der Rand durchs Tragen weicher, oder mein Koerper ist ausgewichen. Ich bin verstaendlicherweise ueber diese Entwicklung sehr erfreut.
In der Nacht kann ich nun wieder etwas enger schnueren, vielleicht 78cm. Ich habe mich an die ‚Bauchbinde' gewoehnt, es ist mir sogar ein bischen unangenehm wenn ich im Korsett noch den Bauch einziehen kann oder wenn das Korsett beim herumwenden im Bett aus seiner Position rutscht, es ist ja nicht so knalleng wie am Tag.
Dienstag 21.9.99
Um Schmerzen zu vermeiden achte ich nun darauf das Korsett nicht so ganz eng zu schnueren, ich komme trotzdem noch auf unter 74cm. Da der Brustkorb weniger elastisch ist schliesst sich das Korsett im Ruecken am oberen Ende zuerst, und ich habe dort nur noch wenige Millimeter Zwischenraum. Das genuegt aber fuer einen angenehmen Sitz. In der Taille bleibt beim Selberbinden immer ein halber bis ganzer Zentimeter, ich kann hinter dem Ruecken unter Zug keine Schleife binden. Das ist auch so immer ein Gefummel, und trotz vieler Uebung muss ich manchmal zwei oder gar dreimal ansetzen. Als ich dann beim Fruehstueck sitze bemerke ich, wie sehr ich mich nun schon wieder an das Tragen des Korsett gewoehnt habe. Ohne wuerde mir direkt etwas fehlen. Es stuetzt, haelt warm, macht eine gute Figur. Ich bemerke auch, dass ich nun eine viel bessere Stuetze im Kreuz habe als bei weniger enger Schnuerung.
Nur husten oder niessen ist wirklich unangenehm... In der Arbeit sitzt das Korsett heute sehr gut und sogar eher locker. Deshalb entschliesse ich mich, vor dem Mittagessen nochmal an der Schnur zu ziehen. Ich kann ohne Schwierigkeit nun das Korsett schliessen. Nach dem Mittagessen stelle ich allerdings fest, dass ich der Rueckenspalt am oberen Ende voellig geschlossen hat obwohl ich nur in der Taille gezogen habe. Dort wurde der Spalt wieder etwas breiter. Nun ist das Korsett ueber die Brust wieder recht eng, ich werde sehen ob die Rippen zu schmerzen beginnen oder nicht. Dann muss ich wieder etwas weiter machen.
In der Tat bekomme ich am Abend wieder Schwierigkeiten und muss deshalb wieder etwas nachlassen. Man soll es wirklich nicht uebertreiben. Ich ziehe nun das nacht-Korsett wieder etwas enger, in der Hoffnung dass ich bald auch am Tag noch etwas mehr zuziehen kann.
Mittwoch 22.9.99
Es ist alles wie ueblich, der selbe Widerstreit. Am Abend muss ich, nachdem ich es wieder nicht lassen konnte, nochmal etwas nachlassen. Statt dem Stueck Schaumgummi habe ich heute als Polsterung solche Folie mit Luftkammern probiert, die manchmal in Verpackungen benutzt wird. Sie ist einige Millimeter dick und eigentlich recht weich. Als ich aber abends aufschnuere muss ich feststellen, dass kaum noch Luft in den Noppen ist. Das ist also auch keine Alternative.
Das Nachkorsett schliesse ich nun ganz, ich kann trotzdem normal schlafen.
Donnerstag 23.9.99
Das enge Nachtkorsett scheint etwas zu bringen. Ich kann am Morgen leichter das Korsett beinahe schliessen.
Ueber Tag bin ich nun nicht mutig, und meine Rippen lassen mich weitgehend in Ruhe. Erst am Abend ziehe ich den Rest der Schnur heraus, und da bleibt nicht genug Zeit fuer unangenehme Reize. Ich habe auch den Eindruck, dass das Korsett nun ueber die Brust nicht mehr so eng ist, offenbar haben sich die Rippen ein wenig angepasst.
Wieder schliesse ich das Nachtkorsett vollstaendig. Erstaunlicherweise ist das zunaechst ein wenig eng, aber das kommt wohl von dem etwas anderen Schnitt.
Freitag 24.9.99
Heute ist leider das Ende dieser intensiven Trageperiode gekommen. Am Nachmittag kommt meine Frau zurueck, sie sieht es nicht so gern wenn ich dauernd im Korsett bin. Ausserdem kann ich nicht so weit darin fahren, ich muss es also nach dem Mittagessen ausziehen. Und in der naechsten Woche bin ich verreist, da geht sowieso nichts.
Dafuer kann ich am Morgen das Korsett fast schliessen, es bleibt nur ein minimaler Spalt. Trotzdem habe ich bis zur Mittagszeit keine Schmerzen, ich fuehle mich im Gegenteil sehr gut und voellig normal. Dies koennte sich allerdings bis zum Abend wieder aendern.
Das Nachtkorsett erschien mir am Morgen enger als am Abend. Ich liege oft so halb auf dem Bauch, der weitet sich dann wohl bis er vom Korsett daran gehindert wird, dieses erscheint dann eng. Aber so soll es ja auch sein. Ausser gelegentlichen Reizungen spuere ich bisher auch nichts mehr am rechten Oberschenkel. Ich hatte das Korsett aber auch nie so lange so eng wie im Fruehjahr. Vielleicht wurde der Rand aber auch weicher.
Unter dem Korsett ist die Haut immer leicht geroetet. Es koennte notwendig werden, zu pudern. Bisher habe ich aber noch keine Juckreize oder dergleichen.