The Right Place
Tagebuch eines Korsett-Trägers
Ein neuer Kunde von uns stellt hier seine Erfahrungen mit seinem ersten
Korsett zusammen. Wir übernehmen alles so wie wir es bekommen ohne es
zu zensieren!
Es muß also nicht unserer Meinung etsprechen.
Aber wir denken, dass die Erfahrungen für jeden Korsettneuling interessant sind.
Der Schreiber ist ein Mann und berichtet alles so wie er es sieht.
Mittwoch 17.2.
Ich schlafe nicht so besonders gut diesmal, vielleicht war das Korsett doch eine Spur zu eng fuer die Nacht. Aber es geht schliesslich einigermassen.
Am Morgen schnuere ich wieder in drei Stufen, das Korsett erscheint mir aber ungewoehnlich eng. Macht so ein Tag ohne so viel aus ?
Auch am Tag ist alles diesmal etwas schlechter, ich weiss nicht warum. Am Abend ruft meine Frau an, dass sie morgen zurueckkommen wird. ( Wie sag' ich ihr....? ) Am Abend schnuere ich wieder nach, jetzt ist alles normal, das Korsett sitzt gut fest und angenehm. Ich raeume nach dem Essen in aller Eile noch die Wohnung auf, was mit allerhand Verrenkungen verbunden ist, aber es geht.
Schliesslich bin ich muede von dem ganzen Stress, und nachdem ich meinen Papierkram einigermassen wieder verstaut habe beschliesse ich, mich einfach nur mal hinzusetzen und Musik zu hoeren. Es ist schon ein Drama, wenn man ein halbes Jahr keine Steuer-, Bank- und Versiccherungspapiere sortiert und abgeheftet hat. Dieses Zeug steht mir regelmaessig bis oben hin....
Gut, ich lege also mal wieder einen herzhaften Rock auf, etwas was meiner Frau gar nicht gefaellt, und geniesse so richtig den Sound.
Ganz in Gedanken beginne ich zuerst auf dem Tisch und dann auf meinem Bauch, auf dem Korsett, den Rythmus mitzuklopfen. Wow, das ist phantastisch ! Dieses stramm gespannte Korsett ist wie eine Trommel, und die Vibrationen laufen ganz anders durch den Leib als sonst. Der Rythmus ist jetzt ueberall, nicht nur an der Stelle wo ich klopfe. Das ist wirklich schwer zu beschreiben, man muss das selbst erlebt haben. Bei einem Rockkonzert ist es ja aus gutem Grund beliebt, sich vor die Basslautsprecher zu stellen und 'mit dem Bauch' zu hoeren. Im Korsett ist das aber noch viel besser, die Uebertragung der Schlaege ist viel intensiver. Wie bei einer Trommel etc. laesst sich die Empfindung noch varieren, indem man an verschiedenen Stellen des Korsetts trommelt, vorn in der Mitte, an einem Seitenstab, oder auf dem straff ge- spannten Stoff. Ich kann wirklich nur jeder Korsett-Traegerin, jedem -Traeger empfehlen, das mal zu probieren.
So entspannt gehe ich dann schliesslich, wieder 'ohne', ins Bett.
Herr Fuesslein sagte mir mal, dass seine Frau die Haut pudern muss, wo sie das Korsett traegt. Ich habe jetzt in dieser Richtung noch nichts fest- gestellt. Die Haut ist dort zwar etwas rot vom Druck, aber am naechsten Morgen ist alles verschwunden und wieder ganz normal.
Donnerstag 18.2.
Beim Aufstehen habe ich erst mal Muehe, mich gerade aufzurichten, sosehr bin ich schon an meine 'Stuetze' gewoehnt.
Ich schnuere wie ueblich, aber heute ist das Korsett wieder normal eng, also angenehm. Ich fuehle mich den ganzen Tag ueber sehr gut, die Gewoehnung ist wirklich erstaunlich. Es ist schade, dass ich heute abend so weit mit dem Auto fahren muss, so dass ich das Korsett nicht anlassen kann.
Da ich erst um ca. 19 Uhr aufbrechen muss kann ich nochmal nachschnueren und mich an der Enge erfreuen waehrend ich eine Kleinigkeit esse. Dann muss ich leider das Korsett ausziehen und mich auf den Weg machen. Wie wird meine Frau das aufnehmen.....?
Am spaeten Abend sitzen wir dann wieder vereint auf der Couch, sie erzaehlt was es bei ihr alles gab, und ich berichte was ich so alles in den 3-1/2 Wochen gemacht habe. Und dann fasse ich mir ein Herz und sage ihr, dass es da noch etwas neues gibt: Ich, ihr Mann, trage ein Korsett !
Sie ist zuerst erstaunt, will es nicht so recht glauben. Ich muss das Korsett holen und vorzeigen. Ich erklaere ihr, dass mir das angenehm ist, und dass ich es schon einige Male auf der Arbeit getragen habe. Sie reagiert aber dann mit grossem Verstaendnis, schimpft nicht und ist nicht dagegen.
Ich sage ihr auch, dass ich etwas Angst hatte, es ihr zu sagen. Da meint sie dann, sie ist doch schliesslich meine Frau, ich dass ich ihr gegenueber wirklich gar keine Hemmungen zu haben brauche. Sie ist sogar ein wenig betroffen, dass ich ihr nicht so 100% vertrauen wollte.
Fuer mich ist das eine wichtige Erfahrung, denn soooo lange sind wir ja noch nicht verheiratet. Es zeigt mir, dass meine Wahl sehr gut war und ich bin wieder einmal froh dass ich das gemacht haben. Auf diese Weise hat das Korsett sogar etwas fuer unsere Beziehung getan.
Meine Frau meint dann noch, sie kann ihres wahrscheinlich erst mal nicht gut anziehen, sie hat etwas zugenommen. Ihre Freunde/innen haben zu gut und zuviel gekocht ;-)
Freitag, 19.2.
Ich werde wieder im Korsett zur Arbeit gehen. Meine Frau schaut ein wenig erstaunt, wie ich es anlege, die Schnuere ziehe usw. Sie selbst kann ihres naemlich nicht allein anziehen. Dann stellt sie fest, dass es doch ganz guenstig ist, wenn der Bauch verschwindet.
Ich sage ihr, sie soll unbedingt auch lernen, das Korsett allein anzuziehen, damit sie z.B. in der Woche damit am Nachmittag in die Stadt gehen kann. Sie will aber nicht so recht. Ich muss weiter sanft und beharrlich sein....
Am Tag gibt es nichts besonderes. Da ich dies mit einigen Tagen Verzoegerung aufschreibe habe ich vielleicht irgendwas vergessen, es gab jedenfalls nichts woran ich mich noch erinnere.
Am Abend schnuere ich wieder vor dem Essen nach, es geht dann immer noch ein halber Zentimeter oder so. Meine Frau ist erstaunt, dass ich das Korsett nicht ausziehe sondern es sogar noch enger mache und anbehalten will.
Spaeter sitzen wir wieder auf der Couch, ich diesmal im Korsett, und ich muss feststellen dann es gar nicht so einfach ist Zaertlichkeiten auszutauschen. Mann muss sich dazu beugen und drehen, und das alles geht nur mit Ein- schraenkungen. Ich geniesse es aber, wenn sie mich auf dem Korsett streichelt. Ich stelle fest, ich bin sogar durch das Korsett hindurch kitzlig. Irgendwann ziehe ich dann das Korsett aus und erfreue mich des direkten Koerperkontakts..
Samstag, 20.2.
Wir stehen am Morgen ziemlich frueh auf und fahren zum Korsett-Treffen nach Gleisweiler. Ich nehme mein Korsett natuerlich mit, meine Frau leider nicht. Im Korsett fahren kann ich nicht, dazu ist es zu weit.
Als wir ankommen sitzen etliche der am Vortag angekommen noch beim Frueh- stueck, einige davon offensichtlich bereits im Korsett, wie es sich ja auch gehoert :-)
Spaeter fahren wir, leider groesstenteils im stroemenden Regen, durch die Vorderpfalz, essen in Bad-Duerkheim im Fass zu Mittag und kommen gegen 5 Uhr wieder nach Gleisweiler zurueck. Um 19 Uhr soll dann der eigentliche Stammtisch beginnen.
Ich will natuerlich auch mein Korsett tragen, also ziehe ich es gegen 17:30 an und schnuere so weit es geht. Es scheint mir ziemlich eng, obwohl noch eine Menge Abstand im Ruecken bleibt. Wir gehen dann ca. eine Stunde spazieren. Gleisweiler ist ein sehr schoenes Dorf, auf den vielen steilen Strassen muss man aber im Korsett langsam gehen um nicht ausser Atem zu kommen.
Im Quartier angekommen schnuere ich dann nochmal, und kann auch das Korsett wie in der letzten Zeit ueblich ganz schliessen. Es erscheint mir aber ungewohnlich eng diesmal. Es bestaetigt sich, dass man so ein Korsett wirklich am besten gleich am Morgen anzieht, wenn die Organe von der Nacht her noch ziemlich oben liegen und noch nicht der Schwerkraft folgend nach unten gewandert sind. Wahrscheinlich buesse ich auch etwas fuer das reichliche Mittagessen, und schliesslich war ich wegen des ungewohnten Tageslaufs ich auch noch nicht auf der Toilette.
Bei dem Treffen sind dann eine Menge Leute, es sind noch einige frisch hinzugekommen. Alles sind sehr nett, man kann sich gut unterhalten, nicht nur ueber Fragen im Umfeld des Korsetts. Es zeigt sich, dass Leute, die heutzutage die ein (koerperliches) Korsett tragen, vorher ein geistiges Korsett abgelegt haben. Es bedarf ganz offenbar einer gewissen "Kuehnheit der Gedanken", dieses Tragegefuehl zu geniessen trotz der unvermeidbaren Unbequemlichkeiten, diesen Look zu zeigen trotz des oft anzutreffenden Unverstaendnisses unter den Leuten.
Umgekehrt lernt man dort auch selber Toleranz, es sind auch Transvestiten und Transsexuelle da, die mittels Korsett ihre Figur weiblicher gestalten. Man lernt dann schnell, solche Leute als ganz normale Erscheinung zu akzep- tieren, und man kann sich mit ihnen richtig gut unterhalten. Ausserdem sitzt man als maennlicher Korsetttraeger ja sowieso mit im Glashaus....
Es sind etliche Maenner im Korsett gekommen, sie tragen es zum meistens wie ich unter dem Hemd, manchmal aber bei dieser Gelegenheit auch offen. Fuer den Wissenden ist aber auch ein versteckt getragenes Korsett natuerlich immer erkennbar erkennbar an der Figur und Haltung. Ich bin also bei weitem nicht der Einzige, und das ist auch ein ganz angenehmer Gedanke. Meine Frau findet, dass ich im Vergleich zu den anderen keine schlechte Figur mache.
Es faellt auf, dass die meisten der anwesenden Maenner, im Korsett oder nicht, einen technischen Beruf haben. Das kann am Internet-Zugang liegen, ueber den die meisten The-Right-Place gefunden haben, das kann aber auch daran liegen, dass solche Leute es gewohnt sind, ungewoehnliche Dinge zu tun um ein bestimmtes Ziel zu erreichen.
Selbstverstaendlich sind etliche Damen im Korsett erschienen, man darf die schmalen Taillen bewundern. Man darf sie aber auch darauf ansprechen, und die verschiedensten Fragen diskutieren. Das waere ja, traefe man so jemand bei einer anderen Gelegenheit, eher ungehoerig.
Alle im Korsett bewegen sich voellig normal, niemand leidet, ganz im Gegenteil. Die Teilnehmer strafen, jede und jeder, die oeffentliche und veroeffentlichte Meinung ueber Korsetts Luegen.
Daraus sollte man lernen, dass eine allseits bekannte, offensichtliche und immer wieder wiederholte 'Tatsache' vielleicht doch nicht immer so ganz tatsaechlich ist. Das gilt nicht nur fuer das Tragen von Korsetts !
Dazu passt, was ich am Abend zufaellig in einer Videoaufnahme vom letzten Herbst ueber die Kriegsberichterstatter im Dritten Reich sehe. Goebbels wird da zitiert mit dem Satz: Das Wesen der Propaganda ist die Wiederholung. Man muss dieselbe Sache, ob wahr oder nicht, nur in immer wieder anderen Varianten wiederholen, da wird das Volk das glauben !
Unbestritten die 'Stars' der Veranstaltung sind ein Ehepaar, die beide eine sehr eng geschnuerte Taille tragen. Es ist schier atemberaubend, das zu sehen. Die beiden machen das seit vielen Jahren, sie leben Tag und Nacht im Korsett, und fuehlen sich ganz offenbar sehr gut dabei. Die Frau ist von Natur aus schon gross und schlank, man meint zunaechst sie musste an der Taille von deutlich unter 50 cm auseinanderbrechen, aber das ist keines- falls so. Sie erzaehlt, dass sie regelmaessig Gymnastik treibt, damit die Muskeln alle in guter Funktion bleiben, ihr Hausarzt hat die Taille eben- falls akzeptiert. Sie kann selbst keine Einschraenkung ihrer Gesundheit feststellen.
Trotz der sehr schmalen Taille sieht diese Frau nicht etwa aus wie eine abgebundene Wurst ( daran erinnern mich manche Fotos, die ich im Internet gesehen habe ), sondern Ober- und Unterkoerper sitzen mehr wie zwei Kegel mit den Spitzen aufeinander. Durch die lange Zeit haben sich die Rippen etwas verformt, aber offenbar nicht zum Nachteil der Gesundheit.
Leider haben die beiden bisher keinen Zugang zum Internet, ihre Kompetenz in Sachen Korsett ist erheblich und es waere fuer alle ein grosser Gewinn wenn man gelegentlich die eine oder andere Frage an sie richten koennte. Ich hoffe, die beiden sind mir nicht boese, dass ich hier so ausfuehrlich ueber sie schreibe. Sie fuehlen sich naemlich gar nicht als so besonders, sie sind einfach nur normale Leute mit besonders schmaler Taille. Ich selbst hoffe sehr, sie bald bei einem Stammtisch wiederzusehen.
Auch ueber dieses Tagebuch wird auf dem Treffen gesprochen. Ich kann mich aber nicht entschliessen, meine Identitaet zu lueften. In diesem Kreis waere das kein Problem, aber ich will nicht riskieren, dass durch eine unbedachte Bemerkung von irgendjemand die Tatsache, das ich ein Korsett trage, an der falschen Stelle publik wird. Dieses Tagebuch erregt bereits eine Menge Aufmerksamkeit, und das ist auch in Ordnung, aber als Scheiber will ich keinesfalls ein prominenter Korsett-Traeger sein.
So bekomme ich also nur indirekt Lob und Ansporn fuer diese Arbeit. Ich werde das weiterfuehren so lange es geht, und solange es etwas zu schreiben gibt.
Ich selbst fuehle mich gut in meinem Korsett an diesem Abend, auch wenn es wirklich zunaechst sehr eng ist. Das heisst ja nicht, dass es irgendwo drueckt oder schmerzt, es ist einfach nur sehr eng. Erst so gegen 23 Uhr laesst der Druck nach und es wird sozusagen normal eng. Ich habe die volle Portion einer durchaus deftigen pfaelzischen Spezialitaet gegessen, nicht etwa etwas Leichtes wie meine Frau. Im Scherz frage ich, wer denn von uns beiden das Korsett traegt....
Ganz allgemein essen die Teilnehmer normal, auch die beiden mit der sehr schmalen Taille. Man muss im Korsett wirklich nicht hungern, es hilft aber abzunehmen.
Schliesslich gehen die meisten, wir ebenfalls, nach einem sehr netten und interessanten Abend gegen 3:30 am Morgen in die Quartiere.
Am Morgen treffen wir uns alle wieder zum Fruehstueck, jetzt meistens ohne Korsett, das extra-schlanke Paar natuerlich mit, und Frau Fuesslein fuehrt ihre neueste Erwerbung vor.
Wir fahren dann nach Hause, gehen noch in einem Restaurant mittagessen, und ich verbringe den Sonntag ohne Korsett mit allen moeglichen Arbeiten.
Vor dem Abendessen will meine Frau ihres anziehen um mir zu demonstrieren, dass sie zugenommen hat und es eigentlich nicht tragen kann. Der Abstand im Ruecken ist wirklich gross, und als es fuer sie eng genug geschnuert ist messe ich eine Taille von 75.5 cm! Das kommt mir doch bekannt vor.... Sie traegt es vielleicht eine gute Stunde, dann will sie es wieder ausziehen.
Ich weiss natuerlich, dass das fuer eine Gewoehnung viel zu kurz ist, aber ich muss das akzeptieren. Ich hoffe nur, dass ich durch mein Beispiel vorangehen kann und dass sie es oefter tragen wird. Wir muessen weiter sehen, dass wir ein Kleid oder ein Kostuem finden, das ueber dem Korsett gut aussieht. Dann wird sie es eher tragen.
Vor dem Schlafengehen wiege ich mich mal wieder. Ich habe leider wieder zugenommen, jetzt sind es 78.5 kg, dabei war ich vor kurzem noch auf 76.5 herunter. So ein Wochenende mit so vielen Restaurantessen traegt ganz schoen auf!
Montag, 22.2.
Am Morgen beim Aufstehen habe ich etwas Schmerzen im Ruecken, die ver- schwinden erst als ich nach dem Fruehstueck das Korsett eng schnuere.
Ich gehe wieder im Korsett zur Arbeit, wie ich es ja mittlerweile schon gewohnt bin. Es erscheint mir wieder ziemlich eng, kein Wunder nach der Sonntags-Pause. Ich schnuere aber trotzdem nicht lockerer, denn ich kann auf der Arbeit nichts korrigieren, und ich moechte nicht am Nachmittag ein dauernd rutschendes, zu loses Korsett haben. Lieber nehme ich die ja durchaus nicht unangenehme Enge in Kauf.
Das Korsett ist den ganzen Tag ueber ziemlich eng, offenbar habe ich wirklich etwas zugenommen. Ich bereue trotzdem nicht, so stark geschnuert zu haben.
Ich hole meine Frau nach der Arbeit noch ab um verschiedenes einzukaufen. Die Autofahrerei ist schon laestig und unbequem, ja manchmal etwas schmerzhaft. Ich halte das aber der hoeheren Ziele wegen aus.
Am Abend vor dem Abendessen gibt's dann die uebliche Nachschnuerung, so dass das Korsett wieder richtig schoen fest in der Taille sitzt.
Leider ist meine Frau schlechter Stimmung, und so muss ich das Korsett bald ausziehen um sie entsprechend troesten zu koennen.
Dienstag, 23.2.
Ich muss morgens auf diverse Aemter, die damit verbundene Rennerei und Fahererei geht im Korsett schlecht, also gehe ich heute ohne.
Mittwoch 24.2.
Nach der Pause und einem recht deftigen Abendessen mit einer Spezialitaet aus der Heimat meiner Frau ist es nicht so einfach, das Korsett anzuziehen. Mit etwas Geduld und immer schoen langsam geht es doch in den ueblichen zwei Etappen. Meine Frau bindet heute die Schleife, ich gehe also zum ersten Mal ohne die bewusste Wascheklammer zur Arbeit.
Das Korsett ist zwar ziemlich eng, aber ich habe den Eindruck dass es immer besser passt.
Heute morgen hatte ich nach dem Aufstehen etwas Schmerzen im Ruecken, die vergingen mit der Zeit. Wenn ich allerdings zu lange ganz steif im Korsett sitze kommen sie wieder. Ich muss mich offenbar schon manchmal etwas bewegen.
Einen Aspekt, den ich bisher voellig vergessen hatte ist das Schwitzen. Viele Leute, meine Frau auch, sagen: Korsett im Sommer, niemals! Da schwitzt man sich ja kaputt !
Nun, ich werde das ausprobieren. ich habe aber auch jetzt schon im Korsett ein bischen geschwitzt wenn ich mich angestrengt habe. Ich erinnere an an das Abtauen des Gefrierschranks ganz am Anfang. Daher kann ich sagen: Auch Schwitzen ist im Korsett ganz anders als normal!
Das Unangenehme beim Schwitzen ist ja, wenn so die Tropfen herunterlaufen, oder wenn die Kleidung auf der Haut klebt. Beides gibt es aber im Korsett nicht, es liegt ja immer stramm an. Ich hatte vielmehr den Eindruck, dass sich Korsett und Haut bzw. Koerper besonders eng verbinden wenn ich schwitze, dass das Korsett also noch mehr zu einem Teil des Koerpers wird. Je mehr aber dieser Effekt eintritt, je weniger es also ein Fremdkoerper an mir ist, desto angenehmer ist es. Ich habe also das Schwitzen im Korsett als nicht besonders unangenehm empfunden, so dass ich das Korsett haette ausziehen wollen.
Beim Schwitzen kann es unter dem Korsett natuerlich jucken. Das ist aber ueberhaupt kein Grund fuer ein Horrorscenario, denn man kann sich ja durch das Korsett hindurch hervorragend kratzen. Ich sagte bereits, jede Beruehrung ist durch das Korsett zu spueren, und genauso wie man sich durch das Hemd hindurch Erleichterung verschaffen kann, so geht das auch im Korsett.
Nun bleigt natuerlich abzuwarten, wie das im Sommer wird, bei richtiger Hitze.
Am Abend komme ich nach Hause und will wie ueblich nachspannen, aber irgendwie ziehe ich am falschen Ende und die Schleife bzw. der Knoten geht nicht auf. Da meine Frau schon mit dem Abendessen wartet belasse ich es dabei und komme zu Tisch, jetzt eingeschlossen in das Korsett!
Das ist schon ein seltsamer Gedanke: Was waere, wenn ich es nicht mehr ausziehen koennte ? Es gibt ja im Netz eine Geschichte, die davon handelt, 'The Outfit'. So ein Korsett ist ja wirklich schon so etwas wie ein am Koerper getragenes Gefaengnis, und wenn man es wie ich in der Arbeit traegt, dann kann man es dort nicht so ohne weiteres ausziehen, auch wenn man es moechte. Man muss also die Suppe, die man sich da eingebrockt hat, auch ausloeffeln. Vielleicht macht das einen Teil des Reizes am Tragen eines Korsetts aus.
Es ist sowieso immer wieder ein seltsames Gefuehl, das Korsett zu spueren. Manchmal fasse ich daran und frage mich dann: Bin ich das ? Ist das mein Koerper ? Alles fuehlt sich so hart und so kuenstlich an, eben irgendwie fremd. Auf der anderen Seite habe ich mich aber schon an diese Etwas gewoehnt, und es ist mir fast selbstverstaendlich, wie z.B. auch der Ehering oder die Armbanduhr. Spaeter am Abend oeffnet meine Frau dann ziemlich schnell den Knoten....
Donnerstag 25.2.
Ich muss nochmal einen Behoerdentag einlegen, also gehe ich wieder ohne.
Am Abend bereitet meine Frau ein ziemlich umfangreiches Abendessen, hoffentlich gibt das am naechsten Morgen keine Probleme mit dem Korsett...
Freitag 26.2.
Es gibt keine Probleme, ich kann es wieder wie gewohnt in nun schon ziemlich kurzer Zeit schliessen, nach dem Fruehstueck muss ich nur noch wenig nachspannen. Meine Frau bindet wieder die Schleife.
Ich habe jetzt mehr und mehr den Eindruck, dass sich das Korsett an mich angepasst hat, und umgekehrt. Alles wird immer selbstverstaendlicher. Trotzdem erfordert so ein Tag Pause wieder eine neue Gewoehnung, vor allem muss ich mich wieder an diese besondere Nach-oben-Atmung gewoehnen.
Im laufe des Tages bemerke ich, dass ich im Korsett doch irgendwie verkrampft sitze. Vielleicht kommen daher die Kreuzschmerzen, die ich beim Aufstehen bzw. nach laengerem Sitzen habe. Das ist nicht besonders schlimm, aber natuerlich ein bischen unangenehm. Ich muss mit anderen Sitzhaltungen experimentieren, denke ich.
Ich habe wohl auch wirklich ein wenig zugenommen. Jedenfalls bemerke ich, dass das Korsett besonders beim Gehen sehr eng ist. Aber das gefaellt mir ja, ich sollte aber trotzdem wieder etwas abnehmen.
Am Abend ziehe ich wie ueblich das Korsett gegen 22 Uhr aus und geniesse den Ausgang des Tages luemmelnd auf der Couch.
Samstag 27.2.
Wegen der ueblichen Besorgungen etc. heute wieder mal Pause.
Sonntag 28.2.
Am Vormittag ist einiges zu erledigen, am Nachmittag wollen wir einen kleinen Ausflug machen. Soweit kann ich im Korsett nicht fahren, also wieder ohne.
Meine Frau hatte versprochen, heute ihr Korsett anzuziehen. Als es dann soweit ist hat sie aber wieder Bedenken. Die Strumpfhose, die sie ja dann auf dem Korsett tragen muss, koennte rutschen. Und was ist, wenn sie das Korsett ausziehen will waehrend wir unterwegs sind ? Also wird es wieder nichts....
Sie verspricht mir, es am naechsten Samstag zu probieren. Ich bin gespannt.
Montag 1.3.
Vor dem Fruehstueck schnuere ich wieder, und trotz der Pause geht es ziemlich gut. Ich kann das jetzt auch immer besser, es geht also auch etwas schneller.
Der Tag verlaeuft normal. Nachdem das Korsett am Anfang noch recht eng ist wird es im Laufe das Tages wieder lockerer und ich spuere sogar etwas Luft, wenn ich es mit beiden Haenden zusammendruecke.
Ich muss am Tag mit einem Kollegen kurz im Auto eine kleine Fahrt machen, und ich mache das ohne mein Kissen. Es geht, aber ich kann eben nur ganz flach atmen. Um das weiter zu testen fahre ich am Abend auch ohne Kissen nach hause. Es ist nicht besonders angenehm, aber es geht besser als die allerersten Fahrten ohne Kissen. Vielleicht liegt es daran, dass das Korsett jetzt viel enger ist und besser anliegt. Dann drueckt er obere Rand nicht mehr so, dafuer liegt jetzt der Druck gleichmaessig auf der ganzen Brust.
Nachdem ich etwas Luft im Korsett spuere schnuere ich vor dem Abendessen nochmal nach. Ich druecke die beiden Haelften zuerst mit den Haenden zusammen und kann dann tatsaechlich den Spalt ganz schliessen. Normal bleibt soviel Platz, dass die Waescheklammer noch in den Spalt passt. Diese 5-7 mm gewinne ich nun noch, es bleiben vielleicht noch 2-3mm fuer die Schnur.
Das Korsett ist jetzt nochmal deutlich enger als vorher, man sollte gar nicht glauben, was diese paar Millimeter ausmachen. Ich merke, wie mein Herz verstaerkt schlaegt, und ich spuere sogar fuer kurze Zeit das Pochen irgendwo in der Taille. Ich bemerke auch, dass ich mich jetzt noch viel schlechter nach vorn beugen kann als mit dem geringfuegig weiteren Korsett vom Tag.
Da noch Reste da sind geraet das Abendessen etwas reichlicher als ueblich, das macht sich an zunehmender Enge bemerkbar. Ich kann aber trotzdem zuende essen, aber es wird mir gut warm dabei. Ueberhaupt habe ich schon bemerkt, dass ich im Korsett leichter ins Schwitzen komme als sonst. Vielleicht hat auch die warme Suppe und der warme Tee seinen Anteil.
Nun muss ich auf eine sehr delikate Sache kommen, ueber die ich nicht schreiben wuerde wenn ich beim Treffen meine Identitaet offengelegt haette. Da aber andere von meinen Erfahrungen profitieren sollen will ich das nicht verschweigen. Dieses Tagebuch soll ja ALLE Aspekte des Korsetttragens beleuchten.
Wir wollen an diesem Abend das tun, was ein Mann und eine Frau natuerlicherweise miteinander machen. Ich ziehe also das Korsett aus und verspuere danach wieder diese typische Mattigkeit und leichte Benommenheit, die dann aber wieder vergehen. Als ich dann mit meiner Frau zusammen bin muss ich aber feststellen, dass mein Koerper nicht die typisch maennliche Reaktion zeigt. Meine Frau gibt sich redlich Muehe, aber es tut sich nur ganz kurz etwas und dann nichts mehr. Das gefaellt uns beiden selbstverstaendlich ueberhaupt nicht.
Sie fuehrt das auf das Korsett zurueck, und ich denke auch, dass es mit der Umstellung des Kreislaufs nach dem Ausziehen zu tun hat. Offenbar kommt sozusagen nicht genug Druck auf die Hydraulik. Lieber Leser, lachen Sie jetzt nicht, das ist ueberhaupt nicht lustig....
Dieser Vorfall gibt mir jedenfalls sehr zu denken.
Etwas spaeter gelingt es dann doch noch, nachdem meine Frau etwas macht worauf ich stark reagiere. Sie kommt sogar selbst auf die Idee, und ich bin dann erstaunt das es funktioniert. Sie wuerde das selbstverstaendlich nie in der Oeffentlichkeit zeigen, obwohl andere Frauen durchaus damit auf die Strasse oder z.B. in die Disco gehen. Ich erkenne an dieser Sache wieder einmal, was mein Maedchen doch fuer ein wundervoller Mensch ist, sie wird fuer ihren Mann wirklich alles tun.
Nein, sie hat nicht das Korsett angezogen, obwohl das vielleicht auch eine Moeglichkeit gewesen waere. Ich zoegere aber damit, denn es koennte sein, dass sie sozusagen auf dem Hoehepunkt des Geschehens ohnmaechtig wird. Die Frauen atmen ja da ziemlich heftig, und bei dem veringerten Atemvolumen im Korsett koennte es gefaehrlich werden. Ich weiss aber noch nicht, ob und wie ich dieses Risiko beherrschen kann.
Dienstag 2.3.
Trotz der Erfahrung von gestern gehe ich wieder im Korsett zur Arbeit. Ich schnuere jetzt direkt vorm Fruehstueck fast vollstaendig, und danach kommt nur noch mal eine abschliessender Zug und die Schleife.
Vor dem Mittagessen habe ich wieder die uebliche Luft im Korsett, und es faellt mir ein dass ich ja im Buero im Schrank einen kleinen Spiegel habe, zum Kaemmen und so. Der ist so angebracht, dass ich damit sogar auf meinen Ruecken sehen kann! Das heisst, ich kann im Buero nachschnueren.
Ich mache das also mit den entprechenden Vorkehrungen, und bringe mit etwas Druecken an den Haelften und etwas Ziehen die Enden zusammen, so dass nur noch ein minimaler Spalt von vielleicht 2 mm bleibt. Das ist jetzt wieder etwas enger, aber auch fester und stabiler. Leider passt jetzt die Waescheklammer nicht mehr in den Spalt, sie liegt jetzt aussen auf und steht ziemlich weit vor. Unter dem weiten Hemd und Pullover faellt aber selbst das nicht auf.
Ich beobachte nochmal, wie ich im Korsett sitze.Ich kann mich richtig zusammenfallen lassen, dann haenge ich irgendwie krumm im Korsett, habe starken Druck im Kreuz und auf der Brust. Da dies nicht besonders angenehm ist sitze ich selbst aktiv gerade und aufrecht. Offenbar kann man sich dabei etwas verkrampfen, und das gibt dann die Schmerzen die ich spuere. Ich soll offenbar oefter mal aufstehen oder etwas hinundher schaukeln.
Ich habe ja nun dieses Korsett auf maximale Enge geschnuert, mehr geht wirklich nicht, keinen Millimeter. Trotzdem ist der Druck auf den Leib nicht irgendwie unangenehm. Ich darf nur nicht zuviel essen, und ich muss auf meine Atmung aufpassen. Der Druck des Korsetts ist vorn am Bauch sowieso am allerwenigsten, der Bauch ist so weich und nachgiebig dass man dort das Korsett kaum bemerkt. Da man ja auch nicht versucht, gegen das Korsett den Bauch auszustrecken ist das nicht weiter beengend. Zu spueren ist das Korsett vor allem an den Seiten, und beim Gehen im Ruecken. Der Rueckenverschluss bildet dann eine Stuetze im Kreuz.
Auf dem Treffen der Korsettfreunde habe ich gelernt, dass man die vorderen und hinteren Verschlussstaebe nicht zu stark belasten darf, was ich ja auch nicht mache. Da war eine junge Frau, sie hatte eine ziemlich deutliche Taille durch starkes Einschnueren des Bauches. Der Mann mit der sehr schmalen Taille erklaerte dann, dass das ziemlich gefaehrlich ist. Wenn die vorderen Staebe brechen, dann werden die Enden in dem Bauch stechen, und das ist sehr schmerzhaft und unangenehm. Man kann zwar auf diese Weise schnell eine schlanke Taille erreichen, aber um dieses Risiko. Um dies zu vermeiden haben der Mann und seine Frau ganz langsam die Rippen etwas verformt und so diesen bereits erwaehnten Doppelkegel erreicht. Dabei werden die Staebe viel weniger gebogen und es besteht kein Risiko.
Am Abend ziehe ich jetzt das Korsett schon vor dem Abendessen aus um keine unangenehmen Effekte zu provozieren.
Mittwoch 3.3.
Ich muss nach Feierabend noch etwas erledigen, mit dem Auto, also gehe ich ohne.
Ich stelle gerade fest, dass ich beginne, mich hier zu rechtfertigen, wenn ich kein Korsett trage. Das kann es aber nicht sein!
Man moege also davon ausgehen, dass ich das Korsett ohne Grund nicht weglasse, aber ich werde das nicht mehr weiter erwaehnen. Es sei denn, es gibt einen Grund von allgemeinem Interesse, oder neue Erkenntnisse etc.
Donnerstag 4.3.
Am Vormittag ergibt sich die Notwendigkeit koerperlicher Aktivitaet. Ich muss mit einem Metermass etc. hantieren, und das im Beisein eines Chefs. Ich lasse mir aber nichts anmerken, und ich denke er hat auch nichts bemerkt. Wer achtet schon bei einem Mann auf die Taille und die Figur, ausser einer Frau, ausser der eigenen Frau ?
Ich gehe jetzt dazu ueber, vor dem Mittagessen nochmal im Buero nachzuschnueren. Das ist wirklich guenstig. Danach sitzt das Korsett viel besser fuer den Rest des Tages. Diese paar Millimeter weniger, die ich durch das Schliessen des Spaltes noch gewinne, machen wirklich einen enormen Unterschied. Gegen Abend, vor dem Essen, spuere ich selbst jetzt noch etwas Luft im Korsett. Das wird deutlich, wenn ich mit den Haenden die Seiten zusammendruecke. Dann loesst sich die Rueckenschnuerung spuerbar von der Haut.
Am Abend ziehe ich es wieder vorm Abendessen aus, und es gibt keine negativen Auswirkungen.
Freitag 5.3.
Am Vormittag treffe ich wieder den Chef, wir messen und probieren ob in einem unserer Raume bestimmte Dinge installiert werden koennen. Das geht alles ganz normal und ohne Auffaelligkeiten.
Wieder schnuere ich nach vor dem Mittagessen, das Korsett sitzt wirklich gut.
Ich mache mir nun wirklich langsam Gedanken, wann ich ein engeres brauchen werde. Aber ich will dieses noch einige Zeit ( Wochen, Monate ) tragen. Ich weiss nicht, ob es mehr als 1 cm enger geht ohne dass ich es Tag und Nacht trage, und das kann ich nicht.
Am Abend ziehe ich es wieder bald nach dem Abendessen aus um mich besser luemmeln zu koennen.
Meine Frau hat Kopfschmerzen, vermutlich von dem Wetterwechsel, und deshalb geht sie etwas frueher als sonst schlafen. Da will ich es noch nochmal wissen: Ich probiere ihr Korsett!
Ich kann das nun viel leichter anziehen, und mit einigen kleinen Pausen, kraeftig Bauch einziehen u.s.w. erziele ich schliesslich eine Taille von sage und schreibe 72-73 cm ( Mit der Waescheklammer kann man nicht so genau messen, ohne koennen es 72 gewesen sein. ) Das ist nun unheimlich eng, wirklich atemberaubend, aber wieder eigentlich nicht unangenehm.
Ich trage das vielleicht eine Viertelstunde, und ich weiss demnach nicht wie lange ich das aushalten koennte, wie schnell ich ausser Atem kaeme bei irgendeiner Taetigkeit oder beim Gehen. Ich bemerke dass ich mich nun noch weniger nach vorn beugen kann als in meinem Korsett, denn ich kann den Brustkorb nicht mehr ins Korsett schieben wie bei meinem. Alles ist ja viel strammer und fester. Im Kreuz ist das allerdings besonders angenehm, jetzt fuehle ich dort eine richtige Stuetze. Das sagt mir, dass ich sobald wie moeglich ein Masskorsett bestellen sollte, den meines ist offenbar ueber den Po zu weit. Davon ruehren wohl auch die Schmerzen in Kreuz beim Sitzen. Leider muss ich dieses Korsett schnell wieder ausziehen, das Bett ruft und wir wollen nicht zu spaet aufstehen.